PM Mehr Hilfe für traumatisierte Kinder
60 neue Jugend-Psychotherapeuten
In Hamburg wurden seit Ende vergangenen Jahres 60 neue Kinder- und Jugendpsychotherapeuten durch die kassenärztliche Vereinigung zugelassen. Dies geht aus einer schriftlichen Kleinen Anfrage (Drucksache 19/5920) der GAL-Bürgerschaftsfraktion hervor. Die Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen ist Ergebnis einer neuen bundesweiten Regelung, für die sich die Grünen im Bundestag stark gemacht hatten. Die GAL-Abgeordneten Linda Heitmann, Sprecherin für Gesundheitspolitik, und Christiane Blömeke, Sprecherin für Kinder-, Jugend- und Familienpolitik, begrüßen die erfreulichen Zahlen in Hamburg und erklären zur Antwort auf ihre Kleine Anfrage:
„Wir freuen uns, dass die psychotherapeutische Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Hamburg zügig verbessert werden konnte. 60 zusätzliche Jugendpsychologen sind jetzt zugelassen: Das ist ein guter Schritt, von dem viele Kinder in schwierigen Lebenslagen profitieren werden. Durch die neuen
Regelungen soll sichergestellt werden, dass schon den Jüngsten in unserer Gesellschaft bei psychischen Problemen schnell und kompetent geholfen wird. Es ist zudem eine gute Nachricht, dass die vom Bundesausschuss beschlossenen Sperrregelungen zur Aufstockung der Versorgung in Hamburg nicht greifen.“
Hintergrund: Der Bundestag hatte im 2008 ein Gesetz verabschiedet, das eine 20-Prozent-Mindestquote für die ambulante psychotherapeutische Versorgung von Kindern und Jugendlichen vorschreibt. Die Grünen hatten sich für eine solche Regelung jahrelang stark gemacht. Mit der Umsetzung wurde der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beauftragt. Das Gremium hatte die Umsetzung zunächst monatelang schleifen lassen. Dann wurde eine so genannte Bedarfsrichtlinie erarbeitet, die seit November 2009 in Kraft ist. Die Kassenärztliche Vereinigung in Hamburg hat nun, um die neue Mindestquote zu erfüllen, 69 Neuzulassungen ausgeschrieben. Dies geht aus der Kleinen Anfrage
19/5920 hervor. 60 davon wurden bereits besetzt. Damit hat Hamburg die Zielmarke innerhalb kürzester Zeit fast erreicht.

